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Das Geheimnis des "Heiligen Geistes"

Als Jesus die Jünger endgültig verließ, um wieder in die geistige Welt zurückzukehren, versprach er ihnen, einen Tröster zu senden: „ ... den Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, und von Jesus zeugen wird.“    (Johannes 15,26)  Mit diesem Geist sollten sie getauft werden und so Kraft finden, um in aller Welt Zeugnis von Jesus Christus abzulegen.

 

Diese Verheißung erfüllte sich 10 Tage nach Christi Himmelfahrt und in der biblischen „Apostelgeschichte“ ist festgehalten, wie sich die Ausgießung des heiligen Geistes zugetragen hat: Mit mächtigem Brausen kam der Heilige Geist über die Jünger und sie begannen in allen erdenklichen Sprachen zu predigen.

Dies wohl mit so großer Be-Geisterung, daß mancher aus dem umstehenden Volk sogar meinte, sie seien betrunken.

 

Petrus klärte dann die Menge mit dem Hinweis auf die Worte des Propheten Joel über die Art dieses unbegreiflichen Zustandes auf: „... Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen.“ (Apg. 2, 17 + 18)

 

In unserer heutigen Zeit kann man sich das damalige Geschehen nur sehr schwer vorstellen und ist eher geneigt, es als fromme Legende abzutun.

 

Doch die Auswirkungen des Heiligen Geistes sind nach den Aufzeichnungen im Neuen Testament unbestreitbar:

 

Er bewirkte bei vielen Menschen, die Zeuge dieser Taufe mit dem heiligen Geist wurden, eine Hinwendung zu Jesus.

  • Die Jünger müssen danach mit so großer Überzeugungskraft gesprochen haben, daß sich innerhalb weniger Tage eine christliche Gemeinschaft von mehreren tausend Menschen bildete. (Apg. 2, 41 + 4, 4)

Sie folgten den Worten des Petrus: „ Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes.“ (Apg. 2, 38)

 

Demnach war also jeder, der den Lehren Jesu Christi nachfolgte und sich als äußeres Zeichen der Umkehr taufen ließ, mit Gaben des Heiligen Geistes gesegnet.

 

Welches sind aber nun diese Gaben ?

 

Dazu schreibt Paulus in seinem Brief an die Korinther:

“ ... in einem jeglichen offenbaren sich die Gaben des Geistes zu gemeinem Nutzen.

Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit;

dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntnis, nach demselben Geist; einem andern der Glaube, in demselben Geist;

einem andern die Gabe gesund zu machen, in dem einen Geist;

einem andern, die Kraft Wunder zu tun;

einem andern Weissagung;

einem andern Geister zu unterscheiden;

einem andern mancherlei Zungenrede;

einem andern die Zungen auszulegen.

Dies alles wirkt der eine Geist und teilt einem jeglichen das Seine zu, wie er will.“ (1. Korinth. 12, 7 - 11)

 

Diesen Aussagen zu Folge entstand Kraft des heiligen Geistes eine lebendige Gemeinschaft, die in Liebe und Einigkeit lebte.

So wird zumindest in der Apostelgeschichte 2, 43-46 darüber geschrieben.

Aus dieser "Keimzelle" entstand unser heutiges Christentum.

 

Wie sehr der heilige Geist die Geschicke der Menschen lenkte und wie stark sein Einfluß auf das damalige Gemeindeleben war, sollen folgende Textstellen belegen:

 

Apg. 13, 2 + 4:

„ Da sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe. ... Als sie nun ausgesandt waren vom heiligen Geist, kamen sie nach Seleucia und von da zu Schiff nach Cypern.“

 

Apg. 16, 6 + 7:

“ Sie zogen aber durch Phrygien und das Land Galatien, da ihnen vom heiligen Geist gewehrt ward, zu reden das Wort in der Landschaft Asien. Als sie aber kamen bis nach Mysien, versuchten sie,  nach Bithynien zu reisen; und der Geist Jesu ließ es ihnen nicht zu.“

 

Apg. 20, 28:

„So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der heilige Geist gesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat.“

 

Es  wird hier also ganz deutlich gesagt, dass der Heilige Geist zu ihnen sprach, ihnen Anweisungen gab, auch Vorhaben verhinderte und sogar einzelne Christen in Gemeindefunktionen einsetzen konnte.

 

Dank seiner Kraft zeichnete sich das Gemeindeleben durch einen liebevollen und vertrauten Umgang untereinander aus und so wird die Jerusalemer Christengemeinde in der Apostelgeschichte auch folgendermaßen beschrieben: „ ... Heil und Seligkeit haben sie gefunden - den Himmel auf Erden.“

 

Die Bedeutung des Heiligen Geistes in unserer heutigen Zeit

 

Während der folgenden Jahrhunderte  wurde jedoch diese Möglichkeit der inneren Führung  mehr und mehr durch den menschlichen Willen verdrängt, was dazu führte, dass die Erfahrbarkeit des Göttlichen für die breite Masse verloren ging.

 

Der Bischof oder Priester übernahm die Mittlerrolle zwischen Gott und Mensch und mit dem immer stärker werdende Machtstreben innerhalb der kirchlichen Hierarchie, legte niemand mehr Wert darauf, die Gemeindeglieder  auf die eigene Erfahrbarkeit des Göttlichen vorzubereiten. Dies ging in späteren Jahrhunderten soweit, dass Menschen mit diesbezügliche Erfahrungen nicht ernst genommen  wurden und als Hexen,  Spinner oder Psychopathen verspottet und  viele Jahrhunderte sogar um ihr Leben fürchten mussten.

 

Gottes Geist weht wo er will

 

Immer wieder, durch alle Jahrhunderte hindurch, wird von einzelnen  Menschen berichtet, die eine so tiefe Beziehung zu Gott entwickelten und sich ganz und gar seiner Führung anvertrauten, das selbst schwerste Krankheiten und Siechtum ihren Glauben an die Liebe Gottes nicht erschüttern konnte. 

Im Gegenteil, sie fühlten sich noch mehr eins mit ihm. 

 

Sie werden Mystiker genannt und durch ihr öffentliches Zeugnis wird der Beweis geliefert, für die Erfahrbarkeit der Gegenwart des Göttlichen, bis in unsere gegenwärtige Zeit. 

 

Als Beleg dafür möchte ich gerne ein sogenanntes „ Zeugnis von heute“ anführen: „...  Ich bete - ich horche - ich warte, noch immer traurig, ohne Angst. Da höre ich sein Wort: "Selig bist du, weil ich dich liebe!"

Mich überkommt ein Schauer, eine Wärme - Seligkeit! Ich wiederhole es immer wieder: "Selig bist du, weil ich dich liebe!“ ....

 

Das Wirken des Heiligen Geistes ist also bis in unsere heutige Zeit festzustellen.

 

Warum sollte  auch das Wirken des Heiligen Geistes nur ein Vorrecht der frühen Christen gewesen sein? Jesus hatte ja auch versichert, bei uns zu sein, "bis an der Welt Ende."

Wird nicht auch heute noch von Geistesgaben, wie Paulus sie uns nennt, berichtet? 

 

Zwar sind Dinge, die wir kaum begreifen  und nicht wissenschaftlich beweisen können, nur sehr schwer annehmbar für die meisten Menschen.

Aber wir würden heute noch in der Steinzeit leben, wenn es nicht immer wieder Menschen gegeben hätte, die über das "normale" Denken hinausgegangen sind.

Gerade die Möglichkeit ganz neue Erfahrungen zu machen und unser Bewusstsein zu öffnen für neue Erkenntnisse, bereichert doch unser Leben.

"Lux lucet in tenebris" -

"Das Licht leuchtet in der Finsternis"

(Neues Testament,

Johannes, 1, Vers 5)

Friedensmeditation

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